Mit ihrer Statue des Hl. Florian zogen gut gelaunte Feuerwehrfrauen und -Männer der FF Unterlungitz festlich in die Pfarrkirche ein.
Als besonders empfand ich das gemeinsame Singen des Florian-Liedes, in welches wir Uniformierten zusammen mit den Gottesdienstbesuchern kräftig einstimmten.
Zudem herrschte eine eigene Stimmung, wenn junge Feuerwehrleute die Lesung lesen und die Fürbitten an ihrem Festtag klar vortragen.
Von den Glutnestern der aktuellen Waldbrände versuchten die Predigtgedanken eine Brücke zum Glühen für den Glauben der Christen zur Zeit des Hl Florian und seiner Gefährten zu schlagen.
Danke für diese eindrucksvolle Meßfeier zu Ehren des Hl. Florian und der Märtyrer von Lorch!
Im 3. KinderWortgottesDienst (KIWODI) dieses Jahres konnten die Kinder mit Wortgottesfeierleiterin Frau Jutta Puschmann das Evangelium vom Fischfang am See mit Tüchern, Paketen, Seilen, Figuren, aktiv erleben. Die Lieblingslieder „Gottes Liebe…“ und das Jungscharlied, begleitet auf der Gitarre, wurden fröhlich mitgesungen und gezeigt. Zum Nachdenken und Nachwirken wurden Fische bunt bemalt.
Am zweiten Sonntag der Osterzeit feierten wir im Rahmen der Sonntagsmesse allgemeine Tauferneuerung.
Sängerin Sabine Voraber umrahmte den Gottesdienst mit wunderbar interpretierten Liedern, die an viele Tauffeiern in dieser Kirche erinnerten. Familien, die im vergangenen Jahr Taufe in unserer Kirche gefeierten hatten, wurden besonders eingeladen zu kommen.
Nach der Predigt, die vom Glaubensbekenntnis des Apostel Thomas handelte, erfolgte die feierliche Tauferneuerung.
Bienenwachskerzen wurden ausgeteilt und mit dem Licht der Osterkerze entzündet.
Die Tauffamilien hielten natürlich die Taufkerze ihres Kindes.
Mit einem vorgetragenen Psalm stimmten wir uns darauf ein, unseren Glauben an einen Gott zu bekennen, der uns kennt und liebt.
Mit erhobenen brennenden Kerzen schworen wir den Mächten des Bösen ab und erneuerten unseren "Taufglauben" an den dreieinigen Gott.
Berührend bezeichneten nun die Familien ihre ehemaligen Täuflinge mit Osterwasser aus dem Taufbecken.
Als besonderes Zeugnis für die Taufe aller Gottesdienstteilnehmer tragen ja Priester und Ministranten stets weiße Gewänder - zeichenhaft für das Taufkleid.
Am heutigen Sonntag benetzten sich Priester und Ministranten ebenfalls mit geweihten Wasser aus der Osternacht und überbrachten den Friedensgruß vom Altarraum zu allen Gläubigen.
Nach der Messfeier folgte die Einladung zu Agape und Beisammensein im Pfarrheim.
Vikar und Minis blieb allerdings keine lange Verschnaufpause, denn wir "arbeiteten" bereits an der nächsten Aufnahme in unsere katholische Glaubensgemeinschaft:
Um 9 Uhr morgens versammelten sich Erwachsene, Jugendliche und Kinder am Bahnhof.
Als Auftakt zum diesjährigen Emmausganges gab es einen Impuls anhand der Tageszeitung vom Karfreitag.
Mit den Gedanken vom Ausmerzen von Staatsfeinden und Aufrührern, sowie der Quasie-Todesanzeige Jesu machten wir uns auf den Weg.
Nachdem der sanft ansteigende Weg uns in den Wald geführt hat, erfolgte der zweite Impuls. Eine Kappe mit Totenkopf sollte an die Frage erinnern, worüber denn die Jünger unterwegs redeten. Ein aktueller Verweis auf eine aktuelle Todesdiagnose in einer Familie rückte das Thema Sterben und Tod in unser weiters Gehen.
Tiefer im Wald angekommen fühlten wir weiter dem Gesprächsstoff der Emmausjünger nach: Sie liefen weg von Jerusalem. Ein Tuch/Schal erinnerte zwar an die Taten und Worte ihres Rabbis und Meisters; Doch spielten sie mit dem Gedanken, wieder in ihren Alltag zurückzukehren. Eine mitgetragene Transporttasche für Werkzeug wollte diese Rückkehr andeuten.
Die letzte Etappe führte uns zur Pfarrkirche, wo wir sogleich mit Dazugekommenen Gottesdienst feierten.
Nach Hören des Evangeliums und in den Ausführungen der Predigt wurde wohl allen Mitfeiernden bewusst, dass wir mitten in einem österlichen Mahl uns befinden; wie die Emmausjünger die Gegenwart Jesu schließlich im Brechen des Brotes erfahren hatten.
Zum gesungenen Vater unser gelang eine durchgehende Menschenkette durch das ganze Kirchenschiff, wobei unsere Erstkommunionkinder die Lücke zwischen den Bänken wunderbar geschlossen haben.
So verbunden, war es eine leichte Sache, den Friedensgruß per Handdruck quer durch die Gläubigen auszusenden!
Nach der lebendigen Messfeier, begleitet von unserer Singgruppe, erwartete uns am Kirchplatz bereits eine labende Agape, die erneut zu Gespräch und Miteinander animierte.
Die Kinder konnten sich nun endlich ausgiebig der Suche nach Ostereiern rund um die Kirche widmen.
Vergelt's Gott für Mitgehen, Vorbereiten und Mitfeiern!
Danke Fritz Posch und Jutta Kogler für die Bilder!
Mit der Weihe des Feuers vor der Kirche wurde diese Nacht der Nächte eröffnet.
Die damit entzündete Osterkerze wurde feierlich in die Kirche getragen, damit für die wartenden Gläubigen es spürbar werden konnte:
Christus das Licht vertreibt das Dunkel der Herzen.
Mit Austeilung des Osterlichtes an alle Mitfeiernden erklang der wunderbare Lobgesang auf die Osterkerze; darauf folgte die Lesung aus dem Buch Genesis.
Unter Glockengeläute und wieder erklindenen Orgel flammte zum Gesang des Glorias Beleuchtung in der Kirche auf.
Mit stimmkräftigen Osterhalleluja wurde das Evangelium der Osternacht feierlich einbegleitet. Nach der Verkündigung der Auferstehung wurde die Figur des Auferstandenen festlich begrüßt.
Die folgende Wasserweihe wurde mit Eintauchen der Osterkerze sinnfältig vollzogen. Mit dem frischen Osterwasser erfolgte die Besprengung der Gläubigen.
Endlich folgte die Feier der Eucharistie, das Ostermahl mit dem auferstandenen Herrn in der Mitte.
Unter erneutem Glockengeläute erschall das Te Deum als großer Dankgesang zur Feier der Auferstehung.
Mit feierlichem Schlusssegen wurde die versammelte Gemeinde in die Osternacht hinein entlassen.
Christus ist wahrhaft auferstanden von den Toten!
Danke für dieser eindrucksvolle Feier!
Danke Fritz Posch und Josef Jeitler für die Bilder.
Der Duft von frisch geräuchertem Fleisch, Osterbrot und Kren erfüllte am Karsamstag unser Haus. Zur traditionellen Osterspeisensegnung versammelten wir uns im Föhrenhof, um unsere bunt geschmückten Körbe weihen zu lassen.
Es ist ein besonderer Moment, wenn der Segen die Vorfreude auf die gemeinsame Osterjause spürbar macht. Diese liebgewonnenen Bräuche bringen nicht nur festliche Stimmung, sondern auch viele schöne Erinnerungen in unser Haus.
Völlig ungewohnt zogen Ministranten und Priester bedächtigen Schrittes in die Kirche ein -
in völligem Schweigen.
Pünktlich um 15 Uhr, beim traditionellen Aufheulen der Sirene, wurde der Sterbestunde Jesu gedacht.
Völlig ungewohnt warf sich dazu der Priester samt roten Mantel auf den Kirchenboden.
Nach der Lesung hörten wir das Evangelium in Form der Leidensgeschichte, dargebracht durch drei Sprecher.
Drastisch wurden wir Satz für Satz in die Passion Jesu hineingenommen.
Mit einer kurzen Erklärung zur Aktualität, folgten die traditionellen Großen Fürbitten.
Völlig ungewohnt wurden diese feierlich gesungen und nach jeder Fürbitte knieten sich alle Feiernden für einen stillen Moment kurz nieder.
Im darauffolgenden Einzug des Kreuzes wurde das Kreuz dreimalig enthüllt, feierlich erhoben und den Gläubigen gezeigt.
In der persönlichen Verehrung des Herrn am Kreuz brachten viele Mitfeiernden Blumen mit, als Zeichen ihrer Anbetung.
Mit der Grablegung des Leichnams Jesu endete der Gottesdienst, völlig ungewohnt ohne Segen, ohne Entlassung.
Ein schlichtes, ungewohntes Felsengrab, mit einem Rollstein davor, prägte nun den Altarraum.
In der Sakristei angekommen, wurde die Frage gestellt, wie die Feier erlebt worden sei.
Spontan kam die Antwort einer Ministrantin: "Grauslich wars!"
Und tatsächlich konnten wir es nicht besser formulieren, wie sich der Altarraum während und nach der Gottesdienstfeier präsentierte. Die Kälte des nackten Steines zeigt enorm sinnhaft die spürbare Kälte der handelnden Personen in der Passion.
Vor der Kirche bekam ich völlig überrascht eine Kreuzesdarstellung geschenkt (siehe Titelbild).
Ein völlig zerschundener Körper, der vage an einen Menschenkörper erinnert.
Gefertigt wurde dieses Kreuz von Bewohnen der Lebenshilfe in St. Johann in der Haide - ein enorm eindrucksvolles Präsent, an einem eindrucksvollen Tag!